Gepanzerter Gürtel

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Historisches Foto eines tibetischen Kriegers, ausgerüstet mit dem Gürtel

Ein Gepanzerter Gürtel tibet. "Lehacksgi", semiphonetische Interpretation "Eisengürtel" ist eine Schutzwaffe aus Tibet, die auch heute noch zum Teil zur traditionellen Bekleidung der Krieger getragen wird.

Beschreibung

Foto einer kompletten tibetischen Rüstung mit dem Gürtel

Von dem gepanzerten Gürtel sind nur wenige in Museen erhalten und es sind unterschiedliche Versionen bekannt. Die erste Version ist eher flach in gleicher Breite gearbeitet, die andere wird von der Mitte zu den Aussenseiten hin leicht breiter und ist mit fein gearbeiteten, rechteckigen, an den beiden Enden abgerundeten Platten gearbeitet.

Jeder dieser Gürtel besteht aus 82 einzelnen Platten, die an den Rändern ziseliert, und jede an drei Lederbänder angenietet ist, die untereinander, horizontal auf der Innenseite des Gürtels verlaufen. Jede Platte überlappt die nächstfolgende an einer Seite, wobei die andere Seite unter der vorhergehenden Platte liegt. Am linken Ende des Gürtels ist eine breitere Platte angebracht, auf der ein Bolzen mit einem kugelförmigen Abschluss angebracht ist. Dieser Bolzen diente wahrscheinlich zur Befestigung eines weiteren Ledergürtels, der über diesem Gürtel getragen wurde und schützte diesen vor dem herunterrutschen von den Metallplatten des Gürtels. Am oberen Ende dieser Platte ist bei dem Gürtel im Metropolitan Museum eine Inschrift angebracht die den Namen der Ortschaft Nyenthang, südöstlich von Lhasa im Yarlung Tal angegeben. Bei geschlossene, Gürtel liegt die breiteste Platte auf dem Rücken des Trägers. Auf der neunten Platte von links sind drei Bolzen angebracht, an denen sich Reste einer Lederbandschnürung erhalten haben, die zum Teil mit Siegellack verbunden sind. Auf der Inneseite sind Reste von Wachsiegeln erhalten[1].


Mehrere Gürtel sind in unterschiedlichen Sammlungen wie dem Metropolitan Museum, New York, dem Victoria and Albert Museum, London, den Royal Armouries, Leeds sowie dem National Museum in Liverpool zu finden. In den Ausstellungen und der Literatur werden sie unterschiedlich als aus Tibet oder Bhutan stammend bezeichnet. Die Version in dem Victoria Museum ist als Ausnahme zu allen anderen auf den Platten sehr fein graviert und mit tibetischen Zahlen und Buchstaben versehen[2].

Einzelnachweise

  1. Website des Metropolitan Museum New York, engl., eingesehen am 08. Dezember 2013
  2. Donald J. LaRocca, Warriors of the Himalayas: Rediscovering the Arms and Armor of Tibet, Verlag Metropolitan Museum of Art, 2006, Seite 132, 133, ISBN 978-1-58839-180-3

Weblinks


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