Hwi

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Hwi
Hwi.jpg
Angaben
Waffenart: Säbel
Bezeichnungen: Hwi
Verwendung: Waffe, zeremonielle und rituelle Waffe
Ursprungsregion/
Urheber:
Afrika, Armee des Königreich Dahomey
Verbreitung: Afrika, Dahomey
Gesamtlänge: ca. 52 cm bis 54 cm
Klingenlänge: ca. 40 cm bis ca. 43 cm
Griffstück: Holz, Metall
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Der Hwi ist ein Säbel aus dem ehemaligen Königreich Dahomey im heutigen Benin. Er wurde als Kampf- aber auch als Ritual- und Zeremonialwaffe benutzt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Hwi hat eine einschneidige, gerade Klinge, die am Ort in etwa der gleichen Breite wie das Heft beginnt. Die Klinge hat kurz nach dem Beginn am Heft einen Absatz an dem sich die Klinge verbreitert. Von dort läuft sie meist gerade und in der gleichen Breite bis fast zum Ort. Der Ort sowie der letzte Klingenabschnitt davor sind nach oben in einer weiten Biegung ausgeführt. Die Biegung laüft bis fast auf die Klinge zurück. Der Ort selbat ist entweder spitz, halbmondförmig, konvex nach innen gebogen oder aber fast komplett rund gestaltet. Das Heft besteht je nach Version aus Holz oder ist zusätzlich mit Metallelementen belegt. Die Kampfversionen sind ohne Verzierungen auf der Klinge gefertigt, die zeremoniellen Versionen mit Gravuren traditioneller Art.

Verwendung[Bearbeiten]

Das Hwi wurde unter anderem auch von den "Ahosi", einer weiblichen Militäreinheit (Amazonen) getragen, die auch die Leibwache des Herrschers von Dahomey stellte. Diese Säbel wurden von Militärangehörigen hohen Ranges sowie Mitgliedern des Hofes getragen.Für den König stellte er ein Symbol königlicher Macht dar.

Es wird als Kampfwaffe sowie auch als zeremonielle- und rituelle Waffe genutzt, so wie andere Waffen aus Dahomey ebenfalls. Der früheste Nachweis dieser Waffen ist auf den Bas-Reliefs sowie den Messingreliefplatten im Palast von Abomey. Die früheste europäische Beschreibung stammt von dem Reisenden John Duncan (* 1805 in Culdoch, Schottland; † 3. November 1849 in der Bucht von Benin) aus dem Jahr 1847, der viele Waffen beschrieb und zeichnete[1].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Christopher Spring, African arms and armor, Verlag Smithsonian Institution Press, 1993, Seite 61- 65, ISBN 978-1-56098-317-0

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Francis Burton, The book of the sword, Verlag Dover Publications, 1987, Seite 167, ISBN 978-0-486-25434-0
  •  Stanley Bernard Alpern: Amazons of Black Sparta: The Women Warriors of Dahomey. C. Hurst & Co. Publishers, 1998, ISBN 978-1-85065-361-5 (engl.).
  •  Mathurin C. Houngnikpo, Samuel Decalo: Historical Dictionary of Benin, Historical Dictionaries of Africa. 4 Auflage. Scarecrow Press, 2012, ISBN 978-0-8108-7373-5.
  •  Tristan Arbousse Bastide: Du couteau au sabre, Band 1764 von British archaeological reports. Archaeopress, 2008, ISBN 9781407302539, S. 115 (franz.).

Weblinks[Bearbeiten]


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