Rüstung Sebastiano Veniers

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Portrait Sebastiano Veniers zu Ehren der Seeschlacht von Lepanto von Tintoretto (* später September oder früher Oktober 1518 – † 31. Mai 1594)

Die Rüstung Sebastiano Veniers ist eine italienische Rüstung, die um das Jahr 1540 in Brescia (Italien) geschlagen wurde. Sie war Eigentum des italienischen Admirals und späteren Dogen von Venedig Sebastiano Venier (* um 1496; † 3. März 1578). Venier wurde berühmt durch die Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571 bei der er nach einer Degradierung durch Don Juan de Austria (Ritter Johann von Österreich; * 24. Februar 1547 in Regensburg; † 1. Oktober 1578 in Boug) zum Vizekommandant als Kommandant die venezianische Flotte übernahm und mit zum Sieg führte.

Der Ruhm der gewonnenen Schlacht verhalf ihm im Jahre 1577 zur Wahl des Dogen von Venedig, das er nur ein Jahr innehatte da er im gleichen Jahr verstarb.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Rüstung besteht aus Helm, Bart, Brust- und Rückenpanzer, ganzem Armzeug und den Tassetten.

Der Helm ist eine typische Sturmhaube , die mit einem hohen Helmkamm und Wangenklappen versehen, die am Helm beweglich angenietet sind. Zusätzlich ist der Helm mit einem ansteckbaren Bart versehen, der mit Bolzen an die Sturmhaube angesteckt werden kann und so ein Visier bildet. Der Bart ist dreifach geschoben und kurz unterhalb des oberen Randes, der im angesteckten Zustand vor den Augenliegt, mit einer nach außen gewölbten, schmalen Ausbuchtung versehen, die mit eng beieinander liegenden Luftgeben versehen ist. Vorn am Helm ist ein breiter Augenschirm ausgearbeitet.

Der Brustpanzer ist mit einem leichten Mittelgrat versehen und die Ränder sind in Seilform ("geseilt") gestaltet. Am unteren Ende des Brustpanzers ist ein breiter Bauchring angebracht, der zum Aufhängen der Tassetten dient.

Die Armzeuge sind auf beiden Seiten gleich gestaltet. Die Vorderpflüge (Schulterpanzer) sind dreifach geschoben. Am unteren Ende sind sie vierfach geschoben und mit den Oberarmröhren durch ein Drehgelenk verbunden, das Beweglichkeit und Schutz kombiniert. Große Ellbogenkacheln verbinden Ober- und Unterarmröhren.

Die Panzerhandschuhe sind als Fecht-Panzerhandschuhe gearbeitet und am Handrücken fünffach geschoben, an den Fingern sorgen vielfache Geschübe für eine gute Beweglichkeit.

Die Tassetten sind zusammenhängend und fünffach geschoben. Sie sind mit Lederriemen am Bauchreifen befestigt.

Dekoration[Bearbeiten]

Die Dekoration besteht aus gravierten und geätzten Bändern, die vertikal über die Rüstungsteile laufen und alle Teile der Rüstung am Rand begrenzen. Innerhalb der Bänder sind feine Gravuren und Ätzungen angebracht und nach der Fertigung vergoldet. Die Motive bestehen aus Ranken und Pflanzen, Leuchtern, Vasen und Masken sowie anderen Ornamenten.

Die Rüstung wird heute im Kunsthistorischen Museum Wien aufbewahrt[1].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Rüstung auf den Websites des Kunsthistorischen Museum Wien, (deut., eingesehen am 01. März 2015

Literatur[Bearbeiten]


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