Rüstung Sultan Mustafa III.

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Sultan Mustafa III.

Die Rüstung Sultan Mustafa III. ist eine osmanische Rüstung, die im 18. Jahrhundert für Sultan Mustafa III. (* 28. Januar 1717; † 21. Januar 1774), von 1757 bis 1774 Sultan des Osmanischen Reiches, von einem unbekannten Rüstungsschmied gefertigt wurde.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Rüstung besteht aus einem Helm ("Kulah Khud" oder auch "Migfer") der mit eienm Kettenpanzer umgeben ist, der Gesicht und Hals rundherum schützt und bei dem auch die Augen von dem Kettengewebe verdeckt sind. Nur Mund und Kinn sind frei und ungedeckt. Die Helmkalotte ist mit gefassten Edelsteinen bedeckt und vergoldet. An der Stirn ist eine Pfauenaugenstrauss aus Goldblech gearbeitet, der aus einer runden Scheibe, ebenfalls mit Edelsteinen besetzt entspringt, sowie einem nach unten weisenden, goldenen Dorn. Desweiteren ist statt dem in Europa gebräuchlichen Ringkragens ein Auflieger angebracht, der eng am Hals anliegt und ähnlich eines Capes auf den Schultern und der Brust aufliegt. Die auf der Brust aufliegenden Spitzen sind mit Verschlüssen aus runden Scheiben am Brustpanzer befestigt und mit Edelsteinen und am Rand mit aufgefädelten Perlen verziert. Auf den auf den Schultern aufliegenden Teilen sind unterschiedlich große goldene Scheiben zur Verzierung angebracht.

Brust- und Armpanzer bestehen aus einem fein gearbeiteten Kettenhemd, das auf der Vorderseite verschlossen werden kann und das man wie eine Jacke überziehen kann. Auf der Brust sind vier schnallen angebracht, mit der Gas Hemd verschlossen werden kann. Desweiteren befinden sich auf Brust und Bauch fünf goldene Scheiben, die mit Edelsteinen und Perlen verziert sind. Das Kettenhemd reicht bis etwa in Höhe der Knie und ist am unteren Rand zackenförmig gestaltet. An den Armen, in Höhe der Schultern sind auf jeder Seite je drei goldene, rechteckige Sekore angebracht. Auf den Rückhandpanzern sind ähnliche goldene Scheiben wie auf dem Cape angebrachtund mit dem Kettenpanzer vernietet.

Die Unterarme und Hände sind durch eine Mischung aus Platten- und Kettenpanzer geschützt, der Bazu Band genannt wird. Die Innenseite und die Hände werden oft mit Stoffteilen ausgepolstert und sind so gebaut das die Hände frei liegen oder aber durch einen Fäustling aus Kettenpanzerung mit geschützt sind. Diese Bazu Band werden entweder über den Arm geschoben, oder sie sind sie bei dieser Rüstung zweiteilig gefertigt, so das sie am Arm zusammengeklappt werden und man sie dann verriegeln kann.

Der Beinpanzer besteht aus einer Hose aus Kettengewebe, die bis auf die Füße reicht. Etwa ab dem Kniebereich sind die gleichen Nieten wie auf dem Cape und den Händen angebracht. An den unteren Hosenenden sind Bänder angebracht, die unter dem Fuß herumlaufen und dadurch die Hose in Sitz halten.

Als Schutz für die Füße wurden Eisenschuhe verwendet, die in der Form orientalischen Schuhen oder Hausschuhen nachempfunden sind.

Als Waffe gehört ein fein verzierter Shamshir mit komplettem Gehänge zur Rüstung. Der gesamte Kettenpanzer ist nicht poliert, sondern in einem dunkelgrau bis schwarz gehalten, was einen guten Kontrast zu den goldenen Dekoren bietet.

Die Rüstung wird heute in der Schatzkammer des Topkapi-Serails in Istambul aufbewahrt[1].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Rüstung auf den Websites von Istambul-Guide, (engl., eingesehen am 24. März 2015)

Literatur[Bearbeiten]

  •  Selçuk Mülayim, İlhan Akşit: Turkish Art and Architecture in Anatolia & Mimar Sinan. Akşit, 2005, ISBN 978-975-7039-22-8, S. 224,228.
  •  Örcün Barışta: Turkish handicrafts, Band 11 von Art book series, Band 974 von Ministry of Culture and Tourism publications. Ministry of Culture and Tourism, 1988, ISBN 978-975-17-0312-5, S. 61.
  •  Cengiz Köseoğlu, Topkapı Sarayı Müzesi. Imperial Treasury: The Topkapı Palace treasury of the empire: (Imperial Treasury), Ak Yayınları kültür ve sanat kitapları. Ak Yayınları, 1988, S. 44.

Weblinks[Bearbeiten]


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